Beethoven Tage
Beginn: 19:30 Uhr
Bildquelle: Easy Ticket Service / Veranstalter
Beschreibung
BEETHOVEN
Sämtliche Sonaten für Violine und Klavier
Rémy Ballot Violine
Gottlieb Wallisch Klavier
Nicht weniger als neun Violinsonaten komponierte Beethoven zwischen 1797 und 1803, teils in Gruppen zusammengefasst, teils einzeln. Sie dokumentieren die Entwicklung seines Komponierens in diesen Jahren, eine zehnte und letzte folgte mit großem Abstand 1812. Während heute meist von Sonaten für Violine und Klavier die Rede ist, sind diese Stücke damals als Sonaten für Klavier und Violine veröffentlicht worden. Die Änderung der Reihenfolge der Benennung spiegelt auch die Geschichte ihrer Interpreten wider. Wer Gelegenheit hat, sämtliche Stücke dieser Reihe an einem Abend zu hören, wird eine ungeheure Vielfalt von Dialogen zwischen den beiden Instrumenten wahrnehmen können und eine staunenswerte Fülle an Möglichkeiten der Kombinatorik beider Instrumente kennenlernen.
VA-Info:
Einlass: 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Ticket beinhaltet die Nutzung des VVS.
Mit den Beethoventagen der Stuttgarter Philharmoniker Ludwigsburg-Stuttgart wird eine Tradition aus den späten 1940er Jahren aufgegriffen, als das Orchester nach den Kriegszerstörungen noch im Metropol-Palast auftrat und mit Beethovens Musik besonders großen Publikumszuspruch erhielt. Man wollte "inmitten der Turbulenz aller unserer Tage eine Oase klassischer Reinheit" bieten und sah in Beethovens Musik "die Sprache einer anderen Welt", aus der "Kraft, Stärkung, Heilung, Trost und Säuberung"* erfahren werden konnte.
Wir würden heute anders formulieren, aber die Kernaussage bleibt: Die künstlerische Qualität und die appellative moralische Kraft von Beethovens Musik ergreift und erhebt uns heute wie damals.
In der Zusammenarbeit mit dem Forum Ludwigsburg wird der Radius der Beethoventage bewusst in die Region ausgedehnt. Jedes Jahr ab Himmelfahrt soll es künftig ein kleines, hochkarätiges Festival geben, das Beethoven ins Zentrum stellt - einen Komponisten, der wie kein anderer den humanistischen Gehalt klassischer Musik verkörpert und uns an die Utopie eines "besseren Menschen" erinnert.
* aus dem Vorwort zu den 15. Beethoven-Tagen der Stuttgarter Philharmoniker 1963
Über die Location
Das Gustav-Siegle-Haus in Stuttgart ist ein traditionsreicher Konzert- und Veranstaltungssaal in zentraler Lage. Das Haus wird für unterschiedliche kulturelle Formate genutzt, darunter Konzerte, Vorträge und Veranstaltungen mit Bildungsanspruch. Durch seine Saalsituation eignet es sich gut für Familien- und Vermittlungsformate ebenso wie für klassische Konzerte. Im Stuttgarter Musikleben ist es eine bekannte Adresse jenseits der ganz großen Opern- und Konzerthäuser.