Mia Couto
Der blinde Fluss
Beginn: 19:30 Uhr
Bildquelle: Reservix / Veranstalter
Beschreibung
Literaturexpeditionen
Lesung und Gespräch mit Mia Couto, Moderation: Ilija Trojanow
Bildgewaltig erzählt Mia Couto von den Narben, die die Kolonialherrschaft in Ostafrika hinterlassen hat, und erschafft einen monumentalen Roman über Macht, Sprache und Erinnerung. Der afrikanische Hilfssoldat Nataniel versucht gemeinsam mit seinem Bruder in den Untiefen zwischen den Kolonialmächten zu navigieren, wo Ungeheuer aller Art lauern. Doch beinahe unbemerkt geht etwas Seltsames in den Dörfern und Garnisonen vor sich: Aus Berichten, Karten und Büchern verschwinden die Buchstaben, und Stück für Stück scheint sich die Macht der Europäer zu verflüchtigen. Mia Couto, geboren 1955 als Sohn portugiesischer Einwanderer in Beira, Mosambik, gehört zu den bedeutendsten Schriftsteller:innen des portugiesischsprachigen Afrika. Mia Couto lebt in Maputo. Der Roman „Der blinde Fluss“ wurde
ins Deutsche übersetzt von Barbara Mesquita.
Gefördert von der CHRYSANTIL Stiftung
Über die Location
Das Literaturhaus Stuttgart ist ein zentraler Ort für Lesungen, Gespräche, Buchpremieren und literarische Vermittlung in der Stadt. Es bringt Autorinnen, Autoren und Publikum in einem konzentrierten, diskursorientierten Rahmen zusammen. Inhaltlich reicht das Programm von Gegenwartsliteratur über Sachbuch bis zu Formaten für Schulen und junge Leserinnen und Leser. Damit ist das Haus eine wichtige Institution des literarischen Lebens in Stuttgart.